Kennt Ihr das? ich selber biete ja keine Hochzeitsfotografie an, aber dennoch erreichen mich immer öfter Anfragen von verzweifelten… oder sagen wir besser zurück auf den Boden der Tatsachen geholten… frisch getrauten Paaren. Im Grunde ist es immer die gleiche Geschichte: “Wir haben geheiratet, aber uns kamen XXXX Euro für einen Fotografen zu viel vor, also hat das unser Freund XYZ gemacht, der hat ja eine profesionelle Kamera und folglich dachten wir der kann das. Die Bilder sind nun aber nicht so wie wir uns das wünschen, können Sie da mit Bildbearbeitung noch etwas retten?”
Im Anhang oder auf Nachfrage gibts dann meistens ein paar Bilder (oft nur JPEG), bei denen man mit etwas glück noch etwas gestalterisches Geschick erkennen kann, aber in fast allen Fällen ziemlich deutlich sieht, dass die Person hinter der Kamera ihr Werkzeug einfach nicht im Griff hat.. der Klassiker: Portrait draussen mit f/32, ISO 3200 und immernoch verwackelt, weil’s nur für 1/45 gereicht hat.
Versteht mich bitte nicht falsch: Das soll kein Affront gegen Amateurfotografen sein, ich kenne viele, die sehr gute Bilder abliefern, besser als die vieler Profis (wo ich mich nicht unbedingt ausschließen möchte)… Aber gerade im Reportagebereich, besonders bei Hochzeiten, da brauchts nicht nur den Blick für ein gutes Foto, da muss man seine Kamera einfach blind und vor allem schnell beherrschen.. Und man muss einen kühlen Kopf bewahren, trotz aller Hektik nicht in Stress verfallen und dabei so wenig wie möglich Fehler machen. Sowas geht nur mit Übung, viel Übung.
Was sagt man also dem frisch vermählten Paar? Gibt’s eine Belehrung mit erhobenen Zeigefinger? Oder einfach stillschweigend und Zähneknirschend die Fotos so gut es geht überarbeiten? Kennt Ihr das auch, was sind Eure Meinungen?
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